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Landesvorstand Niedersachsen im Amt bestätigt

Auf der diesjährigen Landesmitgliederversammlung wurden Rainer Bruckert, Steffen Hörning und Peter-Jürgen Seeler für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Durch die Mitglieder der Landesversammlung des WEISSEN RINGS, Landesverband Niedersachsen, in Hannover am 2. Juni 2018, wurde der Landesvorstand des Vereins für weitere vier Jahre bestätigt. Zum Landesvorsitzenden wurde Rainer Bruckert (67), Braunschweig, für eine weitere Amtsperiode gewählt. Als Stellvertreter wurden Peter-Jürgen Seeler (78), Lüneburg, und Steffen Hörning, (57), Göttingen, ebenfalls erneut gewählt.

Für den Braunschweiger Rainer Bruckert, Ltd. Kriminaldirektor a.D., ist es die dritte Amtsperiode im WEISSEN RING. 2010, damals noch als Abteilungsleiter im Landeskriminalamt, wurde Bruckert zum ersten Mal als Landesvorsitzender gewählt. Der Lüneburger Peter-Jürgen Seeler, Ltd. Kriminaldirektor a.D., kommt ebenfalls aus der Kriminalpolizei und beendete seinen aktiven Dienst in Mecklenburg-Vorpommern. Auch er wurde zum dritten Mal wiedergewählt. Seine zweite Amtsperiode tritt der Göttinger Steffen Hörning an. Er ist Rechtsanwalt mit der Spezialisierung als Opferanwalt, und hat sich bereits vor seinem Ehrenamt als Anwalt für Nebenklage für die Interessen der Opfer stark gemacht.

Der WEISSE RING in Niedersachsen ist mit aktuell 290 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 41 Außenstellen in nahezu allen Landkreises des Landes vertreten. Ein wichtiges Thema der Landesversammlung war u. a. das Thema Verstärkung der Außenstellen.

Wie viele andere ehrenamtlich arbeitende Institutionen hat auch der WEISSE RING ein Personalproblem zu bewältigen. Der Leitsatz „Helfen Sie uns helfen“ beschreibt ein wichtiges Handlungsfeld für die nächste Amtszeit. Der Verein wirbt um Menschen, die sich ehrenamtlich für die Belange von Opfern von Kriminalität und Gewalt engagieren möchten.

Schwerpunkte der Opferbetreuung sind nach wie vor die Bereiche häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, Stalking und Körperverletzungsdelikt. Zunehmend suchen aber auch traumatisierte Opfer von Wohnungseinbrüchen die Hilfe des Vereins. Mit Sorge betrachtet der WEISSE RING auch die Entwicklung im Bereich der Kriminalität gegen Senioren. Nicht nur der schnelle Griff in den Rollatorkorb, insbesondere auch betrügerische Maschen wie der „Enkeltrick“, „falsche Handwerker“ und „angebliche Polizeibeamte“, die Senioren in Einzelfällen um ihre gesamte Altersversorgung bringen, stürzen Menschen in Verzweiflung, Scham und oft in anschließende Isolation. Hier tut sich im präventiven Bereich ein weites Handlungsfeld für die Zukunft auf.

Eine weitere sehr aktuelle Herausforderungen sind große Schadensereignisse mit vielen Opfern wie der Anschlag in Berlin und die Amokfahrt von Münster, bei denen unter anderem der WEISSE RING Angehörige und Opfer betreut. Auch hierfür braucht der WEISSE RING mehr ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

V.l.n.r.: Peter-Jürgen Seeler, Rainer Bruckert, Steffen Hörning