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30 neue Notrufmeister*innen kommen aus der Grundschule Langelsheim

Foto: Günter Koschig

Polizei, Gewerkschaft der Polizei und WEISSER RING kommen zum Projekttag in die Partnerschule für Zivilcourage

Zum diesjährigen Projekttag waren Christian Guhr, (Polizei Langelsheim) Martin Schilff (Gewerkschaft der Polizei) und Günter Koschig (WEISSER RING) mit der Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) in der Grundschule Langelsheim, Partnerschule für Zivilcourage, zu Gast.    

Auf dem Stundenplan standen diesmal folgende Themen: Wie entwickle ich Empathie für Opfer? Wie zeige ich richtig Zivilcourage? Und: Welche Informationen benötigt die Polizei beim Absetzen eines Notrufs? Denn in eine Notsituation kann man schnell, zum Beispiel durch einen Fahrradunfall, kommen, wie Ex-Polizist und Radtourenguide Martin Schilff berichtete. Seine Tipps, wie man sich und anderen Personen in solchen Situationen hilft und was man bei Touren dabeihaben sollte, vom Helm bis Handy, wurden dankbar angenommen.

Von Polizeioberkommissar Guhr erfuhren die Kinder, was die Polizei beim Notruf 110 von ihnen wissen möchte: Was und wo etwas passiert ist, ob es Verletzte gibt, wieviel Täter*innen es sind, wie sie aussehen, ob sie bewaffnet sind, womit sie geflüchtet sind und wer angerufen hat. Für Rückfragen sollten die Anrufer*innen immer in der Leitung bleiben.

Dem Opferhelfer des WEISSEN RINGS und Initiator der GZK, Günter Koschig, war es wichtig, den Kindern mit auf den Weg zu geben, dass man in solchen Situationen Empathie für die Opfer zeigt. Er gab Tipps und Hinweise, wie man sich in Notsituationen als Helfer*in verhalten sollte: Mut machen, dass der Rettungswagen auf dem Weg ist, die richtige Lagerung der Verletzten, sowie die genaue Täterbeschreibung. Anschließend konnten die Kinder bei einem simulierten Notruf üben, den/die Täter*in genau zu  beschreiben.

Nach dem GZK-Film mit der 7-jährigen Lotta, die anschaulich erklärt, wie man richtig Zivilcourage zeigt - „hinsehen, handeln und helfen, ohne sich dabei selbst zu gefährden“ - endete der Infoteil der besonderen Schulstunden.

Das Werfen auf die mitgebrachte 110-Torwand machte nicht nur Konrektorin Dorthe Marten und Lehrerin Julia Lietz sondern auch allen Kindern viel Spaß. Mit Informationsmaterial für ihre Eltern, Notrufkarten und Urkunden vom WEISSEN RING sowie kleinen Preisen von der GdP, verließen über 30 neue Notrufmeister*innen die besonderen Schulstunden zur Zivilcourage.

Die Initiatoren freuen sich, dass sich demnächst auch die Viertklässler*innen der Grundschule Astfeld von Ihnen für Zivilcourage fit machen lassen wollen.

Text: Günter Koschig